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FAMILIENORIENTIERTER VOLLZUG

Mit der Inhaftierung verändert sich nicht nur die Lebenssituation des Inhaftierten, sondern auch die der Ehepartner, Lebenspartner, Eltern, Kinder und Geschwister. Es herrscht allgemeiner Konsens darüber, dass eine gute Bindung an die eigene Familie ein wesentlicher Faktor für eine gelungene Resozialisierung ist. In der JVA sind ca. 40% – 60% der inhaftierten Männer Väter. Nur ein Bruchteil hat – aus den verschiedensten Gründen – Kontakt zu den eigenen Kindern. Und noch viel mehr Kinder sind mittelbar betroffen, wenn der inhaftierte Vater aus einem Patchwork-Familiensystem stammt.

Männer, insbesondere inhaftierte Männer, die sich in der Erziehung von Kindern engagieren wollen, sind oft mehrfach diskriminiert. Zum einen wird ihnen von Institutionen, Gerichten, staatlichen Stellen die Kompetenz in Erziehungsfragen abgesprochen, frei nach dem Motto „Die Frau gehört ins Haus und an den Herd“ und damit sind die Männer draußen, bzw. zum schmückenden Beiwerk degradiert. Hier setzt zum Glück ein langsames Umdenken an. Nicht zuletzt deshalb hat sich das MJKE den „familienfreundlichen Vollzug“ auf die Fahnen geschrieben. Eine zweite Form von Diskriminierung geschieht durch Männer selbst. In vielen Männergruppen werden Männer, die sich für Familie interessieren und aktive Väter sein wollen ausgegrenzt, gemobbt oder ignoriert. Insbesondere dann wenn ein dominantes und testosterongeschwängertes Männerbild tonangebend ist. Diese Haltung kommt eher aus einer inneren Unsicherheit und nicht aus Stärke und bildet die vielfältigen Männerbilder der Gegenwart nicht ab. Zuletzt sind es die an Erziehungsarbeit interessierten Väter selbst, die sich die Kompetenz absprechen, Zweifel an ihrem Selbstbild haben und unsicher sind. Hier setzt das Angebot der Resohilfe an.

Vätergruppe

Seit 2016 bietet die Resohilfe eine Vätergruppe in der JVA an. Die Vätergruppe wird von zwei Männern geleitet. Inhalt der Arbeit ist:

•  Biographiearbeit: Mit was für Väterbildern bin ich aufgewachsen?

•  Haft und Vater sein – Umgang mit der Situation

•  Die kindliche Entwicklung von der Geburt bis zum erwachsenen Menschen

•  Bindungserfahrungen

•  Themen aus Ehe und Partnerschaft

•  Spiele mit Kindern

Bei jedem Treffen werden Spiele, die für Kinder geeignet sind ausprobiert und mit großer Freude gespielt. Es wird viel gelacht, aber es gibt auch ganz traurige und ergreifende Momente, wenn die Väter von ihrer Sehnsucht nach den Kindern erzählen.
Zum Konzept des Vätertrainings gehört auch ein gemeinsames Treffen von Vätern und Kindern, z.B. in Form eines Spieletages oder eines gemeinsamen Kochens. Die Realisierung so eines Treffens ist eine große logistische Herausforderung.

 

Ausblick

Die Vätergruppe wird ab 2017 ergänzt durch familienorientierte Einzelfallberatung, das sogenannte Case-Manegement in der JVA. Dieses Angebot ist auch für Mütter zugänglich.
Zusätzlich wird den nicht inhaftierten Angehörigen konkrete Hilfe angeboten, z.B. bei der Organisation von Besuchen in der JVA.

Die Resohilfe verlässt mit dieser Arbeit einen konsequent gefangenenorientierten Standpunkt und ist dem gesamten Familiensystem verpflichtet. Dazu vernetzen wir uns mit anderen familienorientierten Institutionen, wie z.B. Jugendamt oder Kinderschutzbund.

 

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KONTAKT
Rechtsfürsorge e.V. Resohilfe
Kleine Kiesau 8
23552 Lübeck
Tel 0451-799190
Fax 0451-7991915
info@resohilfe-luebeck.de

Geschäftsführung
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Tel 0451-7991911
heike.marker@resohilfe-luebeck.de

Ehrenamtlicher Vorstand
Hans-Jürgen Wolter
1. Vorsitzender
Prof. Dr. Michael Lindenberg
2. Vorsitzende
Jens Möller
Schatzmeister

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Kto. 67511205
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